30 Jahre Skischullandheimaufenthalt am Lina-Hilger-Gymnasium Bad Kreuznach

Alle Jahre wieder - kommt nicht nur das Christuskind, sondern findet auch der Skischullandheimaufenthalt am Lina- Hilger-Gymnasium statt.
Im Januar 2013 fand zum dreißigsten Male der beliebte Skischullandheimaufenthalt unserer Schule statt , der seinerzeit von unserer Kollegin OStR' Zink ins Leben gerufen wurde und allen zwischenzeitlichen Unbilden widerstanden hat. Die Tatsache, dass diese Veranstaltung über fast drei Jahrzehnte durchgeführt werden konnte, spricht einerseits für eine stete Nachfrage bei den Schülerinnen und Schülern und andrerseits für das Engagement der beteiligten Lehrkräfte, die an dieser Stelle genannt werden sollen: Frau Zink, Herr Berg, Herr Baldauf, Herr Groß, Frau Augustin, Frau Neumayer und Herr Schmidt.
Nicht nur das Erlernen einer neuen Sportart, alpines Skifahren, sondern auch die damit verbundenen Erlebnisse machen den besonderen Wert dieser sportpädagogischen Unternehmung aus. Die Erfahrungen mit Wind und Wetter, das Erleben der alpinen Natur, das gemeinschaftliche Wirken in der Skigruppe bzw. in der Gesamtgruppe bei den Mahlzeiten und den abendlichen Zusammenkünften tragen dazu bei, dass viele Schüler noch nach Jahren von dieser Veranstaltung schwärmen.

Als Beleg dafür seien einige Zitate aus früheren Schülerberichten über diese Fahrt aufgelistet.

1992 - Zur Fackelabfahrt: "Nichtsdestotrotz war diese "nächtliche" Abfahrt sicher für alle ein Erlebnis (für alle, die vor Angst nicht fast gestorben sind, bestimmt ein schönes!), welches auch den nachfolgenden Gruppen Spaß machen müsste."

1993 kam folgendes Gedicht zustande, das mit Abwandlungen, was Wetter und Schnee betrifft, für alle Skischullandheimaufenthalte gelten kann.

Wie jedes Jahr im Februar
Sind die Li-Hi-ler wieder da.
Trotz wenig Schnee und viel Geröll,
gefällt's uns gut bei Euch in Söll.

Der Schnee ist knapp, die Sonne heiß,
da bleibt dann nur das blanke Eis.
Trotz alledem gibt's kein Verdruss,
Söll ist und bleibt ein Hochgenuss.

Wir danken für die Gastlichkeit,
die 10mal wir genossen,
und kommen wieder, wenn die Zeit
von einem Jahr verflossen.

Auch 1994 übten sich die Schüler in der Poesie. Die erste Strophe fasst das Erlebte treffend zusammen:

Es gilt ein Spruch von alters her:
"Das Skifahrn, das ist gar nicht schwer".
Nach einer Woche Skifreizeit
war'n selbst die Anfänger bereit,
diesem Spruch ihre Zustimmung zu geben.
Fünfzig Leute wollten was erleben, packten ihre sieben Sachen
Und hatten später viel zu lachen.

1999 - Noch einmal ein Zitat zur Fackelabfahrt: "Aber alles in allem hat diese zumindest für die Anfänger abenteuerliche Fahrt gut geklappt, zumal die Profis und fortgeschrittenen Anfänger immer brav pflügten, sich somit dem Schneckentempo einiger Anfänger rücksichtsvoll anpassten (habt ihr's gemerkt, das war ein Lob)."

2001 bewerteten die Teilnehmer die Fahrt wie folgt:
"Zum Schluss können wir nur noch einmal wiederholen, dass es eine sehr schöne Fahrt war, die jedem zu empfehlen ist."

Abschließend sei eine Betrachtung der Fahrt aus Lehrersicht wiedergegeben. Frau Zink schrieb zum Skischullandheimaufenthalt 2003:

Ich lasse die letzten fünf Tage gedanklich vorbeiziehen: eine beeindruckende schneebedeckte Bergwelt, die mit Schneegestöber oder sonnendurchfluteter Landschaft auch Jugendliche zu einer sensibleren Wahrnehmung und Wertschätzung der Natur veranlassen kann - Mädchen und Jungen, die mit Freude an der gleitenden rhythmischen Bewegung kühn mit kurzen oder weiten Schwüngen die Pisten erkunden, Ängste und Unsicherheiten abbauen und sich etwas abverlangen bei einer nahezu rauschhaften, fast zur Ermattung führenden Schussfahrt - Situationen, die erfahrungsorientiertes soziales Lernen einschließen: helfen und sich helfen lassen z.B. bei einem Sturz; Verantwortung übernehmen beim Liftfahren oder als "Lumpensammler" am Ende einer Gruppe; Selbständigkeit, Kooperation und Freude bei der Gestaltung eines Gemeinschaftsabends.
Aufgrund der Tatsache, dass ausreichend junge Kolleginnen und Kollegen für die Durchführung inzwischen zur Verfügung stehen, ist es der Fachschaft Sport auch um die Zukunft der Veranstaltung nicht bange.
Zum Gelingen der Fahrt tragen nicht nur das riesige Skigebiet "Skiwelt" am Wilden Kaiser in Tirol mit dem Skiort Söll bei, sondern auch unsere Unterkunft , der Berggasthof "Gruberhof", der etwa auf der Höhe von 1200 m liegt, mitten in der Bergwelt und 10 km von Söll entfernt. Dieses Gasthaus hat sich über die Jahrzehnte von einem einfachen Bauerngasthof nach einem völligen Neubau des Haupthauses zu einem modernen Gastronomiebetrieb entwickelt. Die Familie Eisenmann ist stets bemüht, den Erwartungen und Wünschen der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte gerecht zu werden. Wir fühlen uns dort bestens aufgehoben.
Abschließend wünschen wir dieser wertvollen pädagogischen Unternehmung eine erfolgreiche Zukunft. In diesem Sinne SKI HEIL !