Vertreter*innen von Partei-Jugendorganisationen werben für politisches Engagement

Der Sozialkundeleistungskurs von Herrn Schug organisierte zum 13.01.2022 eine Podiumsdiskussion am Lina-Hilger-Gymnasium. Es diskutierten die Jugendvertreter*innen Leon Walter (SPD), Laura Ludwig (CDU), Marvin Griesbach (FDP), Kevin Mayer (Bündnis 90/Die Grünen). Die Schüler*innen der beiden Sozi-Leistungskurse hatten drei Themen vorgeschlagen. Die Diskussion moderierten Lilly Henrichs und Tizian Rathgeber.

Im Themenblock Bildung und Digitalisierung lag der Schwerpunkt auf der Umgestaltung des BAföG, hinsichtlich Bürokratieabbau und Kostendeckung. Einen Änderungsbedarf sahen alle Diskussionsteilnehmer, für die Art der Umsetzung vertraten sie unterschiedliche Ansätze. Frau Ludwig (CDU) und Herr Griesbach (FDP) plädierten für eine Teilrückzahlung der Zuwendungen nach Abschluss des Studiums. Herr Walter (SPD) und Herr Mayer (Bündnis 90/Die Grünen) sprachen sich für ein durch Steuergelder finanziertes Modell ohne Rückzahlung aus.

Bei der Frage der Digitalisierung an Bildungseinrichtungen gab es große Einigkeit, alle vier Vertreter*innen sprachen sich für ein größeres Fortbildungsangebot für Lehrkräfte und die Ausweitung der Nutzung digitaler Endgeräte zu Unterrichtszwecken aus. Sie forderten auch eine fortlaufende Überprüfung der Unterrichtsqualität und Kompetenz der Lehrkräfte nach Verbeamtung.

Im zweiten Teil diskutierten die Jugendvertreter*innen die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus an Bildungseinrichtungen. Einstimmig verlangten sie nach einer Ausweitung der Tests in Schulen, also eine Testpflicht für alle Schüler*innen unabhängig vom Impfstatus, eine FFP2 Maskenpflicht und Luftfilter in jedem Klassenraum. Sie beklagten übereinstimmend, dass die Jugendlichen und ihre Bildungsangebote in den beiden vergangenen Coronajahren vernachlässigt worden seien.

Daraufhin wurde über die Legalisierung von Cannabis diskutiert. Die drei Vertreter*innen der Koalitionsparteien sprachen sich für eine Legalisierung aus, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Einzig Laura Ludwig (Die Junge Union) war anderer Meinung. Legalisierung bedeute, falsche Zeichen zu senden und den Einstieg zu „harten“ Drogen zu vereinfachen.

Zur Auflockerung wurden zwischen den Themen kurze Entweder/Oder?- und Ja/Nein-Fragerunden, auch zu unpolitischen Fragen, eingeschoben.

Abschließend hatte jede/-r Vertreter*in 100 Sekunden Zeit, um zu begründen, warum Jugendliche sich insbesondere in Ihrer Partei engagieren sollten. Hier kamen alle zu dem Schluss, wichtiger als die Wahl der Partei sei es, sich überhaupt politisch zu engagieren.

Insgesamt fand die Podiumsdiskussion unter den Zuhörern großen Anklang, Sie bekundeten ihr Interesse an weiteren Veranstaltungen dieser Art.

Die Jugendlichen der Kurse bedanken sich bei Herrn Walter, Frau Ludwig, Herrn Griesbach und Herrn Mayer für die Teilnahme an der Podiumsdiskussion. Des Weiteren gilt der Dank Herrn Schug und seinem Leistungskurs für die Organisation.

Karl Orthmann und Miriam Herbster (MSS 11)