Luthertag 2017 - Projekttag im Lina Hilger Gymnasium

Im Zuge der Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum am 31. Oktober 2017 wurde am Donnerstag den 26.10.2017, unter der Schirmherrschaft der Religionslehrer, ein Stufenübergreifender "Luthertag" im Lina-Hilger-Gymnasium abgehalten.
Speziell für die MSS wurde dabei in der 7./8. Unterrichtsstunde vom evangelischen Religionskurs der MSS 12 unter der Leitung von Herr Mai eine Lutherlesung abgehalten. Mithilfe des Romans "Der Protestant", geschrieben von Michael Landgraf, wurden in 6 verschiedene Gruppen, 6 verschiedene Themen, die sich mit der Zeit Luthers befassten, behandelt. Mittels vorgetragenen Textpassagen und ergänzenden Graphiken wie Holzschnitten, Kupferstichen und Bildern von Ablassbriefen wurde dem Publikum die Lebens- und Denkweise zu Luthers Zeiten nahegebracht.
Dabei wurden Fragen geklärt wie: Wie gingen die Kinder damals zur Schule? Was lernten sie? Warum haben die Menschen überhaupt Ablassbriefe gekauft? Wie konnte sich die Reformation so gut - und vor allem so schnell - verbreiten? Was ist hier in unserer Gegend passiert?
In der Gruppe "Religiöse Vorstellungen und Ängste um 1500" wurden den Schülern die damaligen Denkweisen, wie die Angst vor dem Fegefeuer oder das Jüngste Gericht, nähergebracht. Dabei stützte sich die Gruppe auf frühe Kindheitserlebnisse des Jakob Ziegler, des fiktiven Protagonisten des Romans, der zur Zeit der Reformation lebte.
Auch die Themengruppe "Schule und Bildung" stützte sich auf eben diesen Bereich des Lebens von Jakob Ziegler. Hier wurde das Schulsystem und der Schulalltag der Kinder um 1500 bearbeitet und vorgetragen, unterstützt von einigen Holzschnitten, die diverse Schulszenen zeigen.
Mit "Buchdruck und Buchdrucke / Flugschriften um 1500" wurde der Frage nach der Ausbreitung der Reformation nachgegangen. Da die meisten Menschen zu Zeit Luthers nicht lesen konnten, existieren viele satirische drucke aus dieser Zeit, die in diesem Vortrag exemplarisch dargestellt wurden.
Die Themengruppe zum Ablasshandel beschäftigte sich wieder mit den Ängsten der Menschen und den Gründen, wie und warum Ablassbriefe gekauft wurden. Im Fokus lag dabei auch der Ablassprediger Johann Tetzel, der zeitlebens Luthers Gegenspieler war.
"Der Reichstag zu Worms 1521" beschäftigte sich mit den Auswirkungen des Thesenanschlags Luthers. Verdeutlicht wird hierbei, welch einen Aufruhr ein einzelner Mönch durch ein paar untermauerte Behauptungen bewirken kann.
Die letzte Gruppe behandelte das Thema "Franz von Sickingen und die Ebernburg". Franz von Sickingen wurde auf seiner befestigten Burg Narnstein (nahe Landstuhl bei Kaiserslautern, kann man noch heute besichtigen) belagert. Sein Tod und seine Niederlage im Angesicht einer Übermacht lagen im Fokus der letzten Gruppe.

Milena Kusch, MSS 12