Nero - nur ein Tyrann?

Die Trier-Exkursion 2016

Am 4. Oktober war es endlich soweit: der Tag der lang ersehnten Exkursion nach Trier, die sich dieses Jahr ganz um den römischen Kaiser Nero drehte.
Am frühen Morgen dieses Tages machten sich die Schüler des Lateinkurses der 9. Klasse von Herrn Schwalb gemeinsam mit dem Kurs der 10. Klasse und dem Leistungskurs Latein der Stufe 13 unter der Leitung von Herrn Mai mit dem Bus auf nach Trier.
Auf dem Plan standen Sightseeing in der Stadt und der Besuch der hochgelobten Nero-Ausstellung im Rheinischen Landesmuseum Trier.
Nach der Ankunft begab sich die ganze Gruppe zu dem berühmtesten Wahrzeichen der Stadt und gleichzeitig einer UNESCO-Weltkulturerbestätte, der Porta Nigra - auf Deutsch, dem schwarzen Tor, was tatsächlich so aussieht. Nachdem auf dem Weg in der Innenstadt weitere historische Bauwerke von Herrn Mai genauer erläutert worden waren, ging es zur Konstantinbasilika, einer Kirche, die es schon zu Zeiten der Römer gegeben hatte und damals noch eine sogenannte Palastaula gewesen war.
Fünf Minuten später war man nach dem kurzen Weg durch einen prächtig angelegten Park an den Kaiserthermen, die man sich vereinfacht gesagt als die Ruinen eines antiken Schwimmbades vorstellen kann.
Nach einer längeren Mittagspause, zu der man sich wieder in die Innenstadt begeben hatte und die vielseitig genutzt worden war, ging es dann endlich ins Landesmuseum, um sich auf die Spuren des Kaisers Nero zu begeben.
Dieses Thema war den Schülern der 10. Klasse schon vorher durch Herrn Schwalb im Unterricht nähergebracht worden, der dafür mit diesen über mehrere Wochen eine eigens geplante Unterrichtsreihe durchgeführt hatte.
Die Ausstellung war von gewaltigem Ausmaß und beeindruckte besonders durch zahlreiche Exponate aus allen Teilen Europas, von der Vatikanstadt bis hin zu Kroatien. Sie gab dem Besucher Einblick in Neros Leben von der Geburt bis zu seinem tragischen Tod, zeigte ihn als Künstler und welchen Einfluss seine Mutter Agrippina auf ihn hatte. Dabei wurde jeder Raum einem seiner Lebensabschnitte oder auch dem großen Brand von Rom gewidmet. In allen Räumen befanden sich Ausstellungsstücke in großer Anzahl, die sowohl direkt als auch indirekt mit Nero zusammenhingen. Die meisten dieser wurden durch kleine Infotexte erläutert.
Dabei waren viele Räume in dunkelblaues und -rotes Licht getaucht, die der Person Neros etwas Mystisches gaben.
Interessant waren auch die Einblicke in die antike Küche und die Feuerwehr des Römischen Reiches.
Alles in allem waren die Exkursion und besonders der Besuch im Landesmuseum ein voller Erfolg, der sehr interessant und lehrreich war, ohne an einer Stelle langweilig zu werden, wie man es vielleicht von anderen Museen gewohnt ist.
Am frühen Abend hielt der Bus vor dem Lina-Hilger-Gymnasium, und die Schüler konnten sich mit neuem Wissen und Erfahrungen nach Hause begeben.

Benjamin Stumm und Jonas Gintzel