"Stark ins Leben"

- unter diesem Motto stand die Woche vor Christi Himmelfahrt der 9. Klassen des Lina-Hilger-Gymnasiums.
Drei Tage lang gingen alle Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen unter Anleitung von zehn Lehrkräften in Klausur, um sich im Rahmen eines Berufsorientierungs-Projekts auf Fragestellungen zu ihrem eigenen Weg einzulassen.

Zum zweiten Mal nimmt das Lihi damit an einem Pilotprojekt teil, das von der Sparda-Bank-Stiftung in Kooperation mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur initiiert wurde.

Inhaltlich geht es für die Schülerinnen und Schüler dabei um die Auseinandersetzung mit der eigenen Biographie und Persönlichkeit sowie um das Herausfinden individueller Stärken und Schwächen.
Die erworbenen Selbsterkenntnisse können bei der Suche nach dem eigenen Weg und auch für die Berufsorientierung wichtige Impulse sein.
Mit der Jugendherberge Bad Kreuznach, der Diakonie sowie dem Bonhöffer-Haus waren geeignete Orte gefunden, um den besonderen Projektinhalten fernab des routinierten Schulalltags einen geeigneten Rahmen zu geben.
Inhalte der drei Seminartage waren Gruppenbildungsprozesse, Spiele zur Stärkung des Miteinanders und Reflexionen über Stärken und Entwicklungsfelder der eigenen Person, aber auch der Klasse insgesamt. Ein Schwerpunkt lag auch darauf, das Selbstbild zu reflektieren im Vergleich zu der Wahrnehmung durch andere. Und nicht zuletzt wurde über das Thema Stress nachgedacht, wobei die Schülerinnen und Schüler verschiedene Techniken zur Stressbewältigung erlernten.

Im Anschluss an die Seminartage können die Jugendlichen sich nun für einen ergänzenden Workshop unter Leitung externer Referenten anmelden. Sie wählen sich hierfür unter 12 Themen einen Schwerpunkt aus, den sie individuell vertiefen möchten. Im Angebot sind Themen wie z.B. "Schneller lernen - mehr merken", "Das Geheimnis der Motivation", "Bewerben mit Erfolg" oder "Ohne Geld geht gar nix ...".

In einer online-Umfrage nach den drei Seminartagen wurde deutlich, dass das Seminar von den Klassen und den durchführenden Lehrkräften positiv bewertet wurde und sich viele Schülerinnen und Schüler für einen Workshop anmelden wollen. Schließlich ist die Suche nach dem eigenen Weg eine lebenslange Herausforderung, der man sich nicht früh genug stellen kann.

A. Zimmermann