Bericht von Martina Riedle aus der Kreuznacher Rundschau vom 3. März 2016

Rundgeschaut bei Jugend forscht

Lina-Hilger-Gymnasium bei Regionalentscheid sehr erfolgreich

Bingen (mr). 56 Jungen, 56 Mädchen, 64 Projekte, 34 Juroren - das sind die Fakten des Regionalwettbewerbs "Jugend forscht" / "Schüler experimentieren" vom vergangenen Freitag in der Fachhochschule Bingen. 1. Platz Fachbereich Arbeitswelt, 2. Platz Fachbereich Chemie, Sonderpreis Umwelttechnik der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und Sonderpreis des Landrates - das sind die Ergebnisse des Lina-Hilger-Gymnasiums beim Regionalwettbewerb. Unsere Redaktionsmitarbeiterin Martina Riedle hat bei den Tüftlern und Forschern des LiHi's rundgeschaut

Bingen. Jungforscherinnen und Jungforscher zwischen 15 und 21 Jahren starten in der Sparte "Jugend forscht". Die Wettbewerbe in der Sparte Jugend forscht finden auf Regional-, Landes- und Bundesebene statt. Die Sieger der Regionalwettbewerbe qualifizieren sich für die Landesebene. Die Landessieger starten beim Bundeswettbewerb. "Schüler experimentieren" ist die Juniorensparte des Wettbewerbs Jugend forscht. Hier nehmen alle Jungforscher teil, die nicht älter als 14 Jahre sind. Jüngere Schülerinnen und Schüler, die sich beteiligen möchten, müssen mindestens die 4. Klasse besuchen. Bei Schüler experimentieren gibt es kein Bundesfinale. In dieser Sparte endet die Runde in der Regel mit dem Landeswettbewerb, für den sich alle Regionalsieger qualifizieren. Martina Riedle hat bei den Jugendlichen rundgeschaut.

Sarah Benharkat und Fabio Wohlleben

Sarah und Fabio, beide 12 Jahre alt, nahmen mit dem Thema "Tintenkiller - aber sauber bitte!" teil. "In der Grundschule durften wir am Anfang nicht mit Tintenkillern arbeiten, da sie, laut unserer Lehrer, gesundheitsschädlich sind. Da wir mittlerweile natürlich alle Tintenkiller zum Korrekturlöschen von Tinte verwenden, wollten wir herausfinden, wie man gesundheitsschädliche Tintenkiller durch die Verwendung von z.B. Alltagschemikalien zum Korrekturlöschen ersetzen kann."
Das Projekt erhielt den 2. Preis in der Kategorie "Schüler experimentieren Fachgebiet: Chemie".

Jonas Gintzel (15 Jahre), Chemie - Jugend forscht

"Bedingt durch einen Ausschlag, der durch einen Duftstoff provoziert wurde, beschloss ich, ein biologisches Parfum herzustellen". Während seiner Forschung fand Jonas heraus, dass natürliche Duftstoffe den gleichen Effekt erzielen wie synthetisch hergestellte Stoffe. "Der große Vorteil bei der Verwendung von natürlich hergestellten Stoffen besteht darin, dass weniger Allergieauslöser in der Substanz enthalten sind". Das Projekt wurde mit dem "Sonderpreis Umwelttechnik der Deutschen Bundesstiftung Umwelt" prämiert.

Preisverleihung

Die Teilnehmer des Regionalwettbewerbs Jugend forscht/Schüler experimentieren hatten sich vom Motto "Neues kommt von Neugier" inspirieren lassen. Mit leeren Händen ging kein Teilnehmer vom Regionalwettbewerb nach Hause. Die Sonderbriefmarke "50 Jahre Jugend forscht" und ein Bausatz von Lego Education für jeden solle die Erinnerung wach halten und zu weiteren Leistungen anspornen, ermutigte Dr. Kilsch die Jungforscher.

Hannah Riedle und Alexander Schmid

Hannah (11 Jahre) und Alexander (12 Jahre) überzeugten die Jury mit "Blitzeis gegen den Schmerz". "Nachdem sich Hannah mal das Knie gestoßen hat und von mir eine Kühlkompresse bekommen hat, haben wir uns seit April 2015 mit folgenden Fragen beschäftigt: Wie funktioniert eine Kühlkompresse? Was enthält eine Kühlkompresse? Wie können wir selbst eine Kühlkompresse bauen?" Das Projekt belegte den 1. Platz in der Kategorie "Schüler experimentieren Fachgebiet: Arbeitswelt" und wurde zusätzlich mit einem "Sonderpreis des Landrates, Landkreis Bad Kreuznach" ausgezeichnet.

Prof. Dr. Dieter Kilsch

Patenbeauftragter Prof. Dr. Dieter Kilsch freute sich mit den Gewinnern der Sparte "Arbeitswelt". Kilsch ist der Patenbeauftragte der Fachhochschule für die Regionalwettbewerbe. Die Wettbewerbe fanden bereits zum 7. Mal auf dem FH-Campus statt - für Kilsch zum letzten Mal. Der Mathematiker Kilsch geht am 31. August, nach 28 Jahren an der FH, in Pension. Mit der goldenen Nadel, der höchsten Auszeichnung der Stiftung Jugend forscht in Hamburg, dankte Dr. Frank Zuther dem Patenbeauftragten. Prof. Dr. Kilsch habe mit seinem Enthusiasmus den RW Bingen geprägt, sagte Zuther.

Übrigens: Die Schülerinnen und Schüler des Lina-HilgerGymnasiums wurden in der Forscher-AG von den Lehrkräften Conny Förster und Andreas Zimmermann betreut.